Jan 132016
 
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Aokigahra ist ein Waldgebiet am Fuß des Berges Fuji, es wird auch als Meer der Bäume bezeichnet, da die Bäume dort wirklich dicht stehen und das Unterholz fast undurchdringlich ist. Allerdings trägt Aokigahra noch einen anderen unheilvolleren Namen, Selbstmordwald, denn Jahr für Jahr begehen in diesem Waldgebiet dutzende Menschen Selbstmord, vor allem seit in den 1960 Matsumoto Seichō in seinem Roman Nami no to (der Wellenturm), den Protagonisten dort Selbstmord begehen lies, lockt Aokigahra Selbstmörder aus ganz Japan an. Seit den 70ger Jahren durchkämmt die Polizei Aokigahra jährlich, und findet dabei die Überreste zahlreicher Menschen, alleine im Jahr 2002 über 70!

Aber nicht nur Selbstmörder sterben im Aokigahra, auch Menschen die sich von den Wegen entfernen verlieren nach kurzer Zeit hoffnungslos die Orientierung, ob das an der Undurchdringlichkeit des Unterholzes, das überall gleich aussieht liegt, oder daran das im Aokigahra angeblich die Kompassnadeln verrücktspielen, oder daran das die Ruhelosen Geister der Toten ihr Opfer in die Irre führen, darüber mag sich jeder selbst ein Urteil bilden.

Es ist also nicht weiter verwunderlich das es über Aokigahra zahlreiche Geistergeschichten und unheimlich Sagen gibt, so glaubt man das auch eigentlich Lebensfrohe Menschen, wenn sie diesen Wald betreten, in Gefahr kommen ihrem Leben ein Ende zu setzen oder das Kompassnadeln und Navigationsgeräte verrücktspielen, wofür es allerdings keine Belege gibt.

An den Wegen die zum Aokigahra führen werden angehende Selbstmörder durch Große Tafeln aufgefordert sich zu besinnen, umzukehren und an ihre Familie und Freunde zu denken die sie vermissen werden.

Wer am Rande von Aokigahra entlanggeht mag hier und da Signalband an Bäumen sehen, das sich in den Wald hineinzieht, auf diese Weise versuchen noch unentschlossene Selbstmörder sich einen Rückweg offen zu halten, wer also einem solchen Band folgt mag die Gelegenheit haben einem verzweifelten Menschen zu retten, oder auch etwas viel schlimmeres finden.

Das alles macht Aokigahara zu einem der traurigsten, aber auch zu einem der unheimlichsten Orte Japans, allein der Gedanke an all die Menschen die diesen Wald aufsuchten, nur um ihrem Leben ein Ende zu machen lässt einem einen Schauer über den Rücken laufen und Tränen in die Augen treten.

 

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